Der reine Spahn-Sinn!

Was für EINE frohe Kunde für EINE Spezies, die seit ungefähr 10.000 Jahren schon allerhand Probleme generiert hat und die Konsequenzen dieser Probleme gleichfalls mit weiteren Problemen zu lösen gedenkt. Besagte Kunde, sie lautet:

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält Krebsleiden in absehbarer Zeit für heilbar. „Es gibt gute Chancen, dass wir in zehn bis 20 Jahren den Krebs besiegt haben“ [ … ]

Quelle: Welt online vom 01.02.2019

Sogar „ausgerottet” soll er werden, jener Krebs, der immer mehr Menschen weltweit befällt. Der Haken an der Sache ist, dass solche Kunde nicht zum ersten Mal kundgetan wird – und der Erfolg auf ganzer Linie ausgeblieben ist.
Fünfzig Jahre ist es her, als das Ende der Infektionskrankheiten eingeläutet worden war – und sang- und klanglos , doch keineswegs problemlos, verhallte:

„Es ist an der Zeit, die Bücher über die Infektionskrankheiten zu schließen”, verkündete im Jahr 1969 William H. Stewart, Surgeon General der USA. „Der Krieg gegen die Seuchen ist vorbei.” Fortan, so befand der höchste Arzt Amerikas, sollten sich die Wissenschaftler dem Krebs statt der Tuberkulose, dem Herzinfarkt statt der Cholera zuwenden. Stewart war nicht allein in seinem Optimismus. Besonders die Entwicklung des Penicillins stimmte in den frühen vierziger Jahren die Menschen euphorisch. Sie waren sicher, die Mikroben seien in Kürze besiegt. Doch sie täuschten sich.

Quelle: Gesund durch Viren – Ein Ausweg aus der Antibiotika-Krise – Thomas Häusler  S. 29

Nun, beim Krebs dürfte es nicht ANDERS verlaufen. Solange Kriegsvokabular die Heilungsbemühungen EINER Spezies begleitet, solange wird es immer mehr Formen von Krebs geben und immer aggressivere obendrein – quasi als Äquivalent zu den multiresistenten Erregern, die fünfzig Jahre genutzt haben, um ihr ANDERS-Sein und unsere Unwissenheit zum Ausdruck zu bringen.

Offenbar haben wir noch immer nicht annähernd verstanden, wie die Evolution aufgrund ihres ANDERS-Seins wirklich „tickt”, während manch EINER dem Glauben verhaftet bleibt, wir EINEN, wir fortgeschrittenen Menschen, wüssten längst so viel mehr als vor … 50 Jahren.
Das Problem ist – und bleibt es vorerst: Menschen „ticken” längst ganz anders als die Evolution. Bedingt durch permanente Verfügbarkeit von Fremdenergie. Ließen wir der Evolution freien Lauf, dann gäbe es auf absehbare Zeit den Krebs nicht mehr in der Form und dem Ausmaß, wie es aktuell der Fall ist. Gleiches gilt für die Verbreitung multiresistenter Erreger von Aufmerksamkeit. Gesundheit, sie ist für jedes Lebewesen die langsamste Form des Todes, Krankheit aber der schnellste Weg für das Leben, um gesund bleiben zu können.

Klar, wir Menschen wollen nicht der Evolution zum „Opfer” fallen, weil es enorme Konsequenzen für die Spezies Mensch hätte. Deshalb benötigen wir ja immer mehr Fremdenergie, um den Lauf der Evolution weitestgehend an uns vorüber laufen zu lassen.
Wenn die Evolution 10.000 Jahre bzw. 300 Menschengenerationen benötigen würde, damit der Krebs wieder auf ein natürliches Ausmaß begrenzt werden könnte, Menschen aber innerhalb nur EINER einzigen Generation (ihrer eigenen) von Krebs geheilt werden wollen, dann bleiben weitere und neue Probleme für EINE Spezies nicht aus. Hier zeigt der technologische Fortschritt sein WAHRES Gesicht, lautet sein Imperativ doch unmissverständlich:

Zum Wohle Einzelner,
auf Kosten aller,
auch der Einzelnen, irgendwann,
auf Umwegen.

Umdenken ist die einzige Möglichkeit, die EINER Spezies noch bleibt. Genauer: ANDERS-Denken.
Wie die ANDEREN im Lauf der Evolution über Energie befinden und dieses konsequent kommunizieren, das kann hier bereits erahnt werden.
Woher indes der Spahn-Sinn rührt und wie die weitere Entartung solch EINES Wahnsinns umgangen werden kann, um wieder auf den Weg der Evolution zu gelangen, ohne dass dieser Weg unmenschlich wird, das ist Thema meines neuen Buches „Mein Job, dein Krebs, unser Universum”, das im März 2019 erscheinen wird. Es hält manch EINE Überraschung bereit, zum Beispiel, warum das ewige Gegen-Windmühlen-Kämpfen EINER Spezies die Erkenntnis Don Quijotes bestätigen wird, die da lautet: „Facts are the enemy of truth”.
Wie WAHR!