EIN Tanz auf Leben und Tod

Bevor in Kürze die 6. Mutation als Taschenbuch und Ebook veröffentlicht wird, ist es an der Zeit, mal auf neue Therapien und Sichtweisen zum Thema Krebs einzugehen.

In EINEM medialen Spiegelbild der Gesellschaft erschien kürzlich EIN Artikel mit dem Titel: In diesem Labor wird der Krebs besiegt. Darin wird erklärt, dass:

  • genetische Daten jedes einzelnen Tumors benötigt werden;
  • personalisierte Therapien die Lösung sein dürften;
  • eine Mutation mit EINEM passenden Medikament entschärft werden kann.

In EINEM anderen Artikel aus selbiger Publikation klingt EINE etwas ANDERE Verfahrensweise an, die besagt, dass:

  • wir uns mit dem Krebs anfreunden müssen;
  • Krebs in zehn Jahren behandelbar ist wie Bluthochdruck;
  • der Trick darin liegt, den Krebs zu kontrollieren, um ihn als chronische Erkrankung besser behandelbar zu machen.

Nun, auch die Forschung forscht forsch weiter und verkündet so auf EINER Internetseite von Bristol-Myers Squibb Company, dass EINE ”kraftvolle Waffe im Kampf gegen Krebs” man selbst ist, indem das eigene Immunsystem medikamentös derart reaktiviert wird, dass Tumorzellen in der Folge erfolgreich bekämpft werden können, wozu das Immunsystem zuvor nicht (mehr) in der Lage war.

Damit aber nicht genug. Die Bedrohung durch Krebs lauert schließlich immer öfter an immer mehr Stellen und schickt sich längst an, zu EINEM globalen Problem zu entarten, wie anbei näher beschrieben wird:

According to Business Insider, renowned marketing expert Seth Godin suggested in an interview that “atmosphere cancer” would be a far more engaging term to promote climate action, than “global warming” or “climate change”.

Quelle

Ist EINE Gesellschaft, all dieser Botschaften und Bekundungen wegen, auf dem Weg in EINE gesündere Zukunft, indem EINER Spezies immer bewusster (gemacht) wird, dass Krebs zu haben respektive zu bekommen, zwar immer wahrscheinlicher wird, aber zudem auch immer besser überlebt werden kann? Oder belügen wir uns weiter selbst, nur mit verändertem Vokabular, indem das Überleben Einzelner, durch unsere Art von Fortschritt, zwar wahrscheinlicher wird, aber das Überleben der gesamten Spezies genau dadurch immer mehr erschwert werden wird? Gemäß dem Imperativ des technologischen Fortschritts, der da lautet:

Zum Wohle Einzelner!
Auf Kosten Aller!
Auch der Einzelnen!
Irgendwann!

Nun, die Selbstbelügung EINER Spezies dürfte weiter fortschreiten, auch wenn es, wie im mutierenden Roman ”Ich LIEBE meinen Tumor” beschrieben, an der Zeit ist, den Krebs in der Tat nicht als Feind, sondern als Freund anzusehen. Entscheidend ist jedoch, wie sich diese Freundschaft entwickeln kann und auf welcher Basis sie fußt, denn:

  • es ist nicht die individualisierte Therapie verschiedener Tumorarten, die erstrebenswert ist, sondern vielmehr das Verständnis für die gemeinsame Ursache von Tumoren – Ursachen, die umso mehr Menschen teilen, je weniger sie ihr Leben als Individuum alltäglich ausleben können, was immer häufiger der Fall ist, da wir Menschen uns mehr und mehr fremdbestimmten Durchschnittswerten angleichen;
  • Gene sind von Natur aus nicht egoistisch, aber individualisierte Therapien bewirken im Laufe der Zeit das Heranzüchten egoistischer Gene, da wesentliche Fähigkeiten des Körpers, hinsichtlich Anpassung und Gesundung, durch solche Therapien verloren gehen;
  • wird EINE Erkrankung chronisch, hat sich EINE Geschichte, mit der sich EINE Spezies belügt, endgültig etabliert und bezeugt das Chronische einzig die Anpassung an die Lügen, die wir uns erzählen (lassen) und zur Norm erheben;
  • Gesundung und Heilung setzen EINE Sensibilisierung dahingehend voraus, dass das Gefühl für Kohärenz für EINE Spezies wirklich überlebenswichtig ist, während das Bewusstsein sich zunehmend auf die Möglichkeiten des energieräuberisch Machbaren konzentriert – und so für die Notwendigkeit der Kohärenz desensibilisiert wird;
  • Krebs ist kein Schicksal EINES Einzelnen, es ist das grundlegende Problem EINER Spezies, deren Schicksal dergestalt schicksalhaft bleibt, je länger um das Schicksal Einzelner mit individualisierten Therapien gekämpft wird;
  • EIN Immunsystem, das bereits in jungen Jahren teilweise deaktiviert wurde beziehungsweise nie gelernt hatte selbst aktiv zu werden, bleibt wahrscheinlich EIN Leben lang geblendet von den Versprechen des technologischen Fortschritts.

Der Annahme verhaftet zu bleiben, man kämpfe beim Krebs mit allen Mitteln gegen EINEN Gegner, bewirkt einzig, weiterhin Fremdenergie auf räuberischem Wege beziehen zu müssen, um die Selbstbelügung, in Form EINES absehbaren Sieges, aufrechtzuerhalten – und den Nachschub an weiteren Mitteln gewährleistet zu wissen.

Krebs zu verunmöglichen, ist ein Tanz, den EINE fortschreitende Spezies zu erlernen nicht gewillt ist. Zum einen, weil die einfachen Tanzschritte zu komplex erscheinen und, zum anderen, weil die Zeit zum Erlernen kaum mehr zu reichen oder gar nicht mehr vorhanden scheint. Dabei geht es nicht darum, dass beim Tanzen aus Freundschaft eventuell Liebe wird, sondern LIEBE, wie im Roman dargelegt, die Melodie vorgibt, zu der gemeinsam getanzt wird. Wenn EINER unter Freundschaft Manipulation versteht oder meint, sich selbst derart einbringen zu müssen, dass sein Takt allein den Ton angibt, dann herrscht im Nu wieder Krieg und es obsiegt der Kampf um Leben und Tod.

Wie kein anderes Symptom vermag der Krebs das Paradoxon klarzulegen, welches wir Menschen verkörpern: Jede ANDERE Spezies in der Natur verkörpert von jeher das Vermögen, die eigene Art zu erhalten – nur EIN Mensch ist dahingehend bestrebt, die Art (und Weise) des eigenen Lebens zu bewahren, wofür der Mensch mehr und mehr Fremdenergie zwingend benötigt, so die lebendige Musik des Lebens immer leiser werden lassend. Nur gemeinsam mit dem Leben kann dieses Paradoxon indes aufgelöst werden und die Tragik unserer Selbstbewusstwerdung auf sensible Art das Vermögen unserer eigenen Art mehren. Es dürfte EIN langer Tanz werden, bedenkt man, wie früh im Leben wir mit dem Verstummen kohärenter Musik und den gesellschaftlichen Taktvorgaben EINER Norm beginnen.

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