Der Mensch … das Lektorat allen Lebens ?

In der zweiten, mutierten Auflage sind etliche ”Rechtschreibfehler” verschwunden, ein paar andere kamen dafür hinzu. Manch ”alter Fehler” steht nun, aufgrund der Änderungen im Layout, an anderer Stelle. Einen Lektor, der sich vor der Veröffentlichung des Textes angenommen hat, gibt es auch diesmal nicht, auch wenn viele Leser Bücher aus genau diesem Grund meiden. Zumal Bücher aus einem Self-Publishing-Verlag bei diesen Lesern ohnehin nicht besonders hoch im Kurs stehen. Genau dieser Umstand spiegelt sich in der Gentechnik wider, wo wir Menschen uns mehr und mehr als Lektor der DNA allen Lebens aufspielen, die Meinung vertretend, wir wüssten um die korrekten Schreibweisen im genetischen Text, der das Genom bildet. Wo wir, aufgrund unseres Fortschritts, Veränderungen bzw. Verbesserungen als notwendig ansehen, setzen wir so den Rotstift an und greifen zur manipulativen Schere, wie z. B. hier beschrieben wird.

Krebs, AIDS, Alzheimer – schwere Krankheiten könnten vielleicht schon bald viel leichter bekämpft werden, mit der Hilfe einer neuen Gentechnik-Methode.

Kann man ein Lebewesen ignorieren, so, wie man ein Buch ignoriert, welches ”Fehler” hat und obendrein nicht durch die Hände eines Lektorats gegangen ist ? Oder andersherum gefragt: Warum widmet man sich einem Buch mit ”Fehlern” nicht derart intensiv, wie wir uns Lebewesen mit ”Fehlern im Text” widmen ? Vielleicht erfährt man etwas Wesentliches, wenn man ”Fehler” mal ganz ANDERS betrachtet … und nicht immer das Normale, das Gewohnte, und Erwartete, voraussetzt. Vielleicht wird EINEM dann irgendwann bewusst, dass das Leben, in seiner gesamten Diversität von Lebewesen, self-published ist und alle Lebewesen gemeinsam das Lektorat bilden, wobei nicht EINE einzelne Spezies alleine das Lektorat sein kann. Warum nicht ? Nun, mit dieser Frage beschäftigt sich der Roman im Wesentlichen … zum Beispiel mittels ”Fehlern”, die gar keine sind.

Was indes geschehen muss, wenn wir EINEN weiterhin meinen die erste Geige im Lektorat spielen zu müssen, kann hier nachgelesen werden.

… instead of destroying its virulent cousins this new strain of e.coli actually strengthens them by giving them the same antibiotic shield.

Ob wir EINEN es wollen oder nicht, die ANDEREN können vom Lektorat des Lebens, ganz im Sinne der HARMONIE, nicht ausgeschlossen werden.

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One thought on “Der Mensch … das Lektorat allen Lebens ?

  1. Passend zum Thema ist folgender Link:

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Qualitaetssicherung-Amazon-erhoeht-Druck-auf-Autoren-3082474.html

    Nun, ”Ich LIEBE meinen Tumor” weist absichtlich meherer solcher ”Fehler” auf, um damit Mutationen genetischer Texte zu verbildlichen. Führt es nicht zu Missverständnissen ganz anderer Art, wenn immerzu angenommen wird, dass überall dort Fehler vorliegen, wo etwas nicht ins normalisierte Bild der Welt passt ? Ähnlich den Flussbegradigungen, oder auch Zahnspangen ? Hauptsache alles sieht irgendwie gleich und damit normal aus ? Wer sagt denn, was ein Fehler zu sein hat ? Der, der das Monopol darüber hält, was normal ist ?

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