Raum zum Atmen

Im Roman spielen Klänge eine wesentliche Rolle. Daher auch das etwas ANDERE Erscheinungsbild des Textes, welches durch zahlreiche Kommata und die Partizipbildungen bestimmt wird. Diese kommen dergestalt zur Anwendung, um den Leser bewusst in seinem Lesefluss zu entschleunigen, so dass die Wirkung der Worte, und der Leere dazwischen, intensiver zur Geltung kommen können. Ganz im Gegensatz zum gewohnten Lesen von zeitgenössischen Romanen, wo man gerne mal von Actionsequenz zu Actionsequenz rast, oder aber Zeilen überfliegt, weil der Inhalt gerade nicht so interessiert. Noch extremer, aber nicht minder bezeichnend für den Einfluss des Zeitgeistes, ist die hier verlinkte Form des Lesens.
Wer den Roman wie einen gewohnten Roman liest, wird wahrscheinlich das Wesentliche überlesen. Gemeint ist das Wesentliche, was nicht mit Worten beschrieben wird. Auch hier zeigt sich, dass der Roman Raum zum Atmen und Wirken benötigt, woraus das Layout, wie bereits beschrieben, hervorgeht.
Die beste Wirkung erhält man, wenn der Text nicht nur im Kopf, sondern auch mit dem Mund gelesen wird … und zwar so, wie er als Text im Buche steht, alle Kommata und Partizipien inklusive.
Ich könnte mir vorstellen, dass das Buch durchaus ein sehr gutes Hörbuch hergeben würde, zumindest ab der zweiten Auflage, die ich wahrscheinlich im nächsten Jahr veröffentlichen werde 😉 :-). Vor allem in Verbindung mit der passenden Stimme …

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