Wofür ist das Leben mit Krebs notwendig … Teil 1 ?!

Wofür ist das Leben mit Krebs notwendig … Teil 1 ?!
Wofür ist das Leben mit Krebs immer notwendiger … Teil 2 ?!

Nachdem das Thema Impfen mal in einem größeren Kontext betrachtet wurde, ist es nun an der Zeit, sich auch mal wieder den bösartigen Tumoren zu widmen. Anlass für diese erneute Beschäftigung mit Karzinomen ist der folgende verlinkte Artikel über die neueste Herangehensweise an dieses völlig missverstandene Thema:

The big bucks are for Foundation’s information. Roche, Foundation, and many other cancer researchers now believe that thinking about cancer in terms of data is going to be the way to beat the disease. The deal gives Roche access to Foundation’s database, which holds the DNA sequences of the tumors of 35,000 cancer patients, along with information about what kinds of drugs they were treated with and how good those drugs were at beating back the cancer.

Quelle: Nautilus … Big Data Helps Find the Achilles Heel of Each Individual Cancer

Kann BIG DATA erreichen, was bisherige Therapien hinsichtlich der Tumorbekämpfung nicht zu leisten vermochten, bedenkt man, dass allgemeinhin Informationen mit Daten gleichgesetzt werden, wodurch bedingt bereits schon Wesentliches auf der Strecke des eigentlichen Lösungsweges bleibt ?! Dabei leben wir keineswegs im Informationszeitalter und nutzen auch keine Informationstechnologien. Diese Widersprüche zum Konsens der Masse wurden bereits hier entsprechend aufgearbeitet. Übertragen auf BIG DATA, zwecks Tumorbekämpfung im Speziellen, und BIG DATA im Allgemeinen, zeigt sich schon auf der künstlich beruhigten Oberfläche, was geschehen wird, wenn Daten mehr und mehr unser Alltagsbild bestimmen. So richtig interessant wird es, wenn man beginnt, unter die polierte Oberfläche zu blicken.

Wie der verlinkte Artikel über BIG DATA darlegt, fand man im Rahmen dieser Datenerfassung und -auswertung heraus, dass nicht zwei Menschen, genetisch betrachtet, den selben Tumor haben und nicht zwei Zellen eines Tumors genetisch identisch sind. Jeder Tumor ist somit einzigartig, so sehr, wie jede einzelne seiner entarteten Zellen und wie jede Entwicklung, die zu einem Tumor führt, wobei keine dieser Entwicklungen für sich isoliert geschieht und vereinzelt vom ganzen Rest betrachtet werden kann. Weiterhin entdeckte man, dass allein bei 100 Frauen mit Brustkrebs Mutationen in 40 verschiedenen Genen in 73 verschiedenen Kombinationen vorkamen und obendrein bei manchen Frauen bis zu 6 verschiedene Mutationen auftraten. Weiterhin stellte man fest, dass sich Tumore unter einer Behandlung zusätzlich genetisch verändern. Schnell wird daher deutlich, um welche fortwährend weiter anwachsende Datenmenge es sich bei BIG DATA handelt, in der Absicht, den Tumoren stets einen Schritt voraus sein zu können. Die Frage nach den eigentlichen Ursachen (!) des Tumors stellt sich indes wohl nicht. Im Gegenteil, ist der Übeltäter diesbezüglich schnell gefunden, nämlich Pech … welches auch gerne als Zufall bezeichnet wird:

Krebs ist eine der tödlichsten Zivilisationskrankheiten überhaupt. Doch offenbar verhindert ein gesunder Lebenswandel viel weniger Erkrankungen, als bislang gedacht. Auf den Großteil aller Krebsarten haben wir überhaupt keinen Einfluss. Sie sind schlichtweg Pech.

Quelle: FOCUS … Studie: Zwei Drittel aller Krebsfälle sind einfach Pech

Doch genau so, wie Tumore sich unter einer Behandlung genetisch verändern, ändert sich auch das Genom des Betroffenen und tat dieses längst vor der Entdeckung des Tumors, als der Betroffene noch nicht betroffen war, so bereits dazu führend, dass überhaupt erst ein Tumor entstehen konnte. Das Genom einer Verkörperung, egal welcher Spezies, ändert sich immerzu und passt sich den verschiedensten Einflüssen an, Stichwort Epigenetik. Das geschieht in Abhängigkeit von eigenen Vorfahren und den jeweiligen Möglichkeiten des eigenen Körpers mit verschiedensten Einflüssen umgehen zu können. Würde all dieses dergestalt erfasst werden, wie es BIG DATA bei der Sequenzierung von Tumoren und deren Betroffenen im größer werdenden Stil durchführt, dann dürfte offensichtlich werden, dass weder Pech, noch Zufall, der Grund von Mutationen sind, die zu Karzinomen führen können, aber nicht müssen. Es dürfte dann aber auch offensichtlicher werden, dass die benötigten Datenmengen even BIGGER wären, als es bereits bei der Erfassung der Mutationen selbst der Fall ist. Mutationen sind schlicht das Zusammentreffen von mindestens zwei Notwendigkeiten, die sich aus der Komplexität des Lebens ergeben, wohlgemerkt, des Lebens als Ganzes und nicht nur auf uns Menschen bezogen. Notwendigkeiten, die aus ganz verschiedenen Kontexten heraus aufeinander treffen und uns so als Zufall erscheinen, weil wir nicht miteinander verbinden können, was verschieden ist und uns obendrein darüber nicht einig werden können, dass es so ist, ist doch die Crux an Daten, dass sie in verschiedenen Kontexten auch verschieden interpretiert werden können, weil sie eben keine Informationen sind, die eine Verbindung zu einem gemeinsamen Ursprung haben. Moment ! Notwendigkeit ? Wie kann man denn bei Karzinomen von Notwendigkeiten reden ? Ist das nicht grotesk ? Soll nun einem Tumor gar ein Nutzen zugesprochen werden ? Schnappatmung !!! Und schon sind wir mittendrin in den sonderbaren Gefilden des technologischen Imperativs, herumirrend in einem Kontext, den BIG DATA nicht zu erfassen vermag, weil BIG DATA künstliche Kontexte generiert und mit Möglichkeiten füllt, die den technologischen Imperativ erfüllen. Dieser Imperativ besagt, dass unser Fortschritt zwar zum Wohle Einzelner geschieht, jedoch auf Kosten Aller, auch der Einzelnen, irgendwann, nur anders. Warum ? Weil unsere Form des Fortschritts nicht zum Kern dessen vordringt, von wo die Probleme ihren Lauf nahmen.

Frühere Generationen waren absolut überzeugt, daß ihre wissenschaftlichen Theorien so gut wie perfekt seien, nur damit sich herausstellte, dass sie den Kern der Sache völlig verfehlt hatten.

Terry Pratchett, I. Stewart, J. Cohen, „Die Gelehrten der Scheibenwelt“, S. 64 f.

Der Fortschritt nimmt sich der einzelnen Probleme an, vermag aber nicht die Verkettung vom eigentlichen Ursprung an aufzulösen. Dabei nimmt sich der Fortschritt umso mehr des naheliegenden Problems an, je weiter wir fortgeschritten sind, wodurch wir uns vom Kern immer weiter fortbewegen, anstatt sich ihm zu nähern. Und das erscheint uns auch noch erstrebenswert und wird gefördert, z. B. durch medizinische Intervention, in Form von Impfungen, Stammzellen, Medikamenten, und ähnlichen imperativen Ausdrucksmöglichkeiten des Zeitgeistes. Der Kern indes verliert entsprechend an Bedeutung und existiert immer weniger im Bewusstsein der Masse. Und wird er zur Sprache gebracht, dann wird man angesehen, als käme man von einem anderen Planeten oder wäre verrückt. Je mehr wir fortschreiten, im wahrsten Sinne des Wortes, desto mehr Pech stößt Einzelnen zu … und desto mehr Anstrengungen unternehmen wir paradoxerweise, um voraussagen zu können, was immer unvorhersehbarer wird, Und genau daraus geht die zunehmende Schwächung unserer gesamten Spezies hervor. Indem umgesetzt wird, was als Lösung des Problems angesehen wird, doch ist es nur das letzte Problem in der Verkettung von vielen Problemen, woraus weitere Probleme hervorgehen werden, was im weiteren Auftreten anderer Mutationen zum Ausdruck gebracht wird. So wird BIG DATA immer größer und größer, zumal wir uns immer mehr auf Daten verlassen und so verlernen, unserem Gefühl für wahre Informationen, die exformativ verwurzelt sind, zu vertrauen. BIG DATA soll dem Zufall, soweit möglich, seine Zufälligkeit nehmen. Normal ist, was erwartet wird und somit ohne Zufall geschieht. Eine Mutation ist daher eine Abweichung vom Normalen. Ein Fehler, der beseitigt gehört. So wird es im Allgemeinen interpretiert. Doch was uns als zufällig erscheint und zusätzlich als Mutation bezeichnet wird, ist stets der Komplexität von Notwendigkeiten entsprungen. Komplexität besagt gar, dass, je komplexer uns etwas erscheint, es umso mehr Notwendigkeiten gibt, die noch nicht in die Tat umgesetzt werden konnten. Warum nicht ? Weil der Kern, im Kontext der Betrachtung, in zunehmenden Datenmengen immer weniger ersichtlich ist und so keine Tatkraft freigesetzt werden kann, um das eigentliche Problem zu lösen. Heilung zum Wohle Aller setzt die dafür benötigte Energie frei und gibt diese weiter … und bezieht sie nicht als Energieraub anderswoher. Nun sind Mutationen jeglicher Art ihrerseits Notwendigkeiten, um im Kontext des Lebens als Ganzes allen möglichen Einflüssen gewachsen zu sein. Auch wenn eine Mutation nicht lebensfähig ist, was ein Anzeichen dafür ist, dass besagte Mutation den Einflüssen eben nicht gewachsen ist. Thematisiert wurde dieses bereits hier. Was somit genetisch als Fehler betrachtet wird, ist bereits Teil der Lösung selbst und würde im Kontext des Lebens keine weiteren Probleme nach sich ziehen, sondern einzig die Komplexität mit anderen Möglichkeiten anderswo beleben, dahingehend, dass auch dort keine weiteren Probleme von Dauer entstehen können, woraus sich die wesentliche Dynamik des Lebens ergibt. BIG DATA versucht das Unmögliche, nämlich wesentliche Informationen in Datensätzen zu finden, die keinen Bezug zur Exformation haben. Stattdessen werden fragmentierte Informationen aus Datensätzen generiert, unter Einsatz von Energie, die von anderswo her bezogen werden muss. Dieses geschieht jedoch im jeweiligen Kontext des jeweils aktuellen Problems, nicht aber im Kontext der Verkettung aller Probleme, die zum aktuellen Problem geführt haben, weshalb Datenbanken weiter wachsen müssen, ohne jedoch Wesentliches zur Heilung einer gesamten Spezies beizutragen:

In the past five years, there has been an explosion in rates of sequencing human genomes thanks to the falling cost of the technology. At the same time, geneticists have realized that linking genes to diseases and traits will require much bigger sample sizes than any one research centre can assemble.

Quelle: nature … Giant gene banks take on disease

Dass BIG DATA nicht im Ganzen zu heilen vermag, was als Heilung von Einzelnen angesehen wird, lässt das Offensichtliche weiter an den Haaren herbeigezogen erscheinen, doch sind es nicht Haare, sondern der Rattenschwanz aller Probleme an dem das Offensichtliche ordentlich zieht, um es dorthin zu ziehen, wo es bewusst werden kann. Davon wird im zweiten Teil die Rede sein. Ebenso von der immer ausgeprägteren Notwendigkeit von Tumoren …

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One thought on “Wofür ist das Leben mit Krebs notwendig … Teil 1 ?!

  1. Passend zum Text und BIG DATA:

    http://www.tagesspiegel.de/wissen/mit-big-data-medizin-gegen-krebs-pille-per-mausklick/12003558.html

    Der Fortschritt wird nun zum Unikat, eine Pille, passend zum einmaligen Genom EINES Einzelnen. Kann das PROBLEM noch weiter fragmentiert werden ?
    Inzwischen liest und hört man auch in den Medien immer häufiger davon, dass Chemos doch nicht so erfolgreich sind, wie jahrelang propagiert wurde. Wie sonst soll denn auch die nächste Zündung für den Fortschritt verkauft werden ? Das Bisherige wird über Bord geworfen, um Platz für etwas Weiteres zu schaffen. Etwas, das weitere Probleme schafft, die so fortschrittlich sein werden, wie die fortschrittliche Errungenschaft selbst … und gleichfalls fragmentiert. Was eine Lösung vorheriger Probleme weiter erschwert und das PROBLEM in weitere Ferne rücken lässt:

    http://www.gold-dna.de/updatejan15.html#nw52

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